PROMINENTE & STARS

INTERVIEW

RICHARD LUGNER:

Zwischen „Glanz & Glamour“ und der Corona-Krise

31.03.2020

Bekannt als der erfolgreichste österreichische Geschäftsmann, Reality-TV-Star sowie der bedeutendste Bauunternehmer Österreichs muss sich Richard Lugner (87) genauso wie der Rest der Welt mit der Coronavirus-Isolation abfinden.

 

Der Society-Löwe, der seit 28 Jahren seine prominenten Ehrengäste, zum Wiener Opernball aus Hollywood einfliegen lässt, vermisst schon jetzt die guten „alten“ Zeiten. Ob Sophia Loren, Pamela Anderson Paris Hilton Kim Kardashian, Dieter Bohlen oder neulich auch Ornella Mutti - unzählige Stars reisten bis jetzt extra aus der Traumfabrik direkt in seine Loge. Doch von Reisen ist heute gar nicht mehr die Rede. Im Moment hat Richard Lugner ganz andere Sorgen.

 

Das Geschäfts- und Privatleben bleiben auf der Strecke.

 

Mehr als 90 Geschäfte in seinem Wiener Einkaufszentrum sind von dem Sperrgesetz betroffen. „Durch das radikale Betretungsverbot der Lugner City halten viele Mieter die Mietzahlungen zurück und das bringt finanzielle Schwierigkeiten“, schildert er eindeutig die Lage. Doch der immer aktive Multimillionär, der mit seinen 87 Jahren immerhin zur Risikogruppe zählt, lässt sich nicht so leicht runterkriegen.

Er hält sich zwar an die von der österreichischen Bundesregierung eingeführten Gesetze, meidet jeglichen Kontakt mit anderen Menschen, geht jedoch seiner Arbeit konsequent nach. „Ich gehe derzeit nicht außer Haus, fahre aber täglich auch am Wochenende ins Büro, um an Problemlösungen zu arbeiten. Meist erst gegen Mittag dafür bis in die Abendstunden.“

 

Trotz dem Millionenverlust, den Lugner durch das Coronavirus aus eigener Tasche zahlen muss, bleibt der tapfere Arbeitgeber sehr großzügig. Um den Geschäftsleuten entgegen zu kommen und dadurch auch sein eigenes Business aufrecht zu erhalten, wird der erfahrene Geschäftsmann vorbildlich die Monatsmiete und Betriebskosten für seine Mieter im April reduzieren.

 

Homeoffice in der grünen Oase Wiens

 

Nach den anstrengenden Stunden im Büro, wo der tüchtige Baumeister täglich an den Krisenlösungen arbeitet, geht es wieder zurück in das Homeoffice. Zum Glück besitzt Lugner ein wunderschönes Haus im prominenten Stadteil Wiens in dem er zusammen mit einer Dame, die auf ihn und seine Hunde aufpasst, wohnt.

„Ich vermisse den Kontakt zu meiner Freundin.“

 

Auch das Privatleben des seit Jahrzehnt im Rampenlicht stehenden Society-Löwen bleibt von Coronavirus nicht verschont. „Das Virus hat mehrere Auswirkungen. Durch das Kommunikationsverbot habe ich jeden persönlichen Kontakt mit der Außenwelt verloren aber dank Handy bleibt man ständig in Verbindung.“

 

Damit muss sich momentan auch Karin Kerrer (47), die aktuelle Lebensgefährtin des österreichischen Promis abfinden. „Da wir ja nicht im selben Haus leben, dürfen wir uns laut Gesetz gar nicht treffen“, betonnt Lugner sehr traurig.

 

Trotz der ungewöhnlichen Lage, darf sich jedoch die 47-jährige Karin zu den Glücklichen zählen. Nach fünf Ehen und unzähligen Beziehungen mit deutlich jüngeren Frauen, zu denen Mausi, Hasi, Käfer, Bambi, Katzi, Kolibri, Spatzi, Goldfisch, Reh zählten, hat sie immerhin als „Zebra“ einen festen Platz an Lugners Seite.

„Wir werden alles nachholen“, beruhigt Lugner seine Freundin.

Am 30. März hatte sie nämlich ihren 48. Geburtstag, den sie gemeinsam feiern wollten. Der zwischen Glanz & Glamour lebende Multimillionär wollte nämlich seine Freundin mit einer romantischen Reise nach Paris überraschen. Doch unter heutigen Umständen kommt leider nicht mal ein gemeinsames Dinner in Frage. Und noch dazu: „Da alle Geschäfte zu haben, kann ich meiner Zebra auch kein Geschenk kaufen“.

Doch wer Richard Lugner kennt, der weiß, dass der vorbildliche Geschäftsmann alles gut in Griff bekommen kann. Ausgerüstet In Corona-Gesichtsschutz klopfte er überraschend an Zebras Tür. Natürlich nicht ohne Geschenke. Ein Gemüsestrauß, eine Karikatur und eine Torte im Zebra-Look, rührten seine Freundin zu Tränen.

Interview: Anna Karolina Heinrich