PROMINENTE & STARS

INTERVIEW

Prinz frederic von anhalt:

corona life in beverly hills

27.03.2020

Herr von Anhalt, wie hat das Coronavirus sich aktuell am meisten auf Ihr Leben ausgewirkt?

 

Das Coronavirus hat sich sehr positiv auf mein Leben ausgewirkt. Eigentlich, lebe ich im Moment viel besser als zuvor. Ich habe jetzt genug Zeit, mich mit mir selber zu beschäftigen. Ich achte sehr auf meine Gesundheit, schaue auf meinen Körper, treibe viel Sport, gehe oft an die frische Luft und ernähre mich gesund.

Ich bin gut über das Virus informiert und halte mich an die Regeln. Gehe nie ohne Maske und Handschuhe aus dem Haus und bin

immer gut gelaunt. Man muss die Sachen positiv sehen und die Zeit sinnvoll nutzen. Nur mit positiver Einstellung und viel guter Energie kann man dann, wenn das normale Leben wieder zurückkehrt, umso kräftiger durchstarten. Es bringt nicht zu jammern und sich dauernd zu beklagen. Da wir ohnehin die herrschenden Zustände nicht so schnell verändern können, bleibt und nichts anderes übrig als nur das Beste daraus zu machen.

Ich bin schon immer ein positiver Mensch gewesen und das wird das Coronavirus an mir nicht ändern.

 

Das Einzige, was sich in meinem Leben durch das Coronavisrus drastisch verändert hat, ist mein Bekanntenkreis. Erst jetzt sieht man, wieviele Menschen zu einem wirklich stehen. In guten Zeiten werde ich mit Telefonanrufen und Nachrichten überschüttet – in Zeiten wie diese, meldet sich kaum jemand mehr. Niemand fragt, wie es mir geht und ob ich Hilfe bräuchte. Ich bin trotzem derselbe Mensch geblieben. Doch die Menschen, die sich bis jetzt als meine Freunde bezeichneten, werde sich bald sehr wundern. In der Coronavirusphase haben wir nicht nur genügend Zeit, um unsere überfüllten Häuser auszumisten, sondern auch ignorante Menschen auszusortieren. Als nächstes steht das Ausmisten im Freundeskreis bei an der ersten Stelle. Ignoranz wird nie gewinnen.

Wie sehr schränkt es Sie in dem ein, was sie überlicherweise tun?

 

Das Coronavirus schränkt mich nicht wirklich ein. Natürlich vermisse ich meine Stamm-Restaurants, in denen ich mich seit Jahren regelmäßig mit Freunden zum Lunch getroffen habe. Ich vermisse die Gesichter bekannter Celebrities, mit denen ich spontan in Beverly Hills auf der Straße plaudern konnte. Ich vermisse auch die Red Carpet Events und Gala-Veranstaltungen. Aber im Großen und Ganzen gibt es keine Einschränkungen, die meinen Alltag sehr stark beeinflussen. Ich bleibe kreativ und das reicht um jeden neuen Tag positiv zu gestalten.

 

Gibt es konkret Pläne für die nächste Zeit, die sich dadurch zerschlagen haben (Urlaube, Reisen, Aufträge?

 

Natürlich hat das Coronavirus die ganze Medienbranche lahmgelegt. Hollywood ist im Moment ganz zu. Es finden keine Dreharbeiten, Interviews und große Film-Premieren statt. Auf den Straßen gibt es nicht mal Paparazzi.

Ich selber musste einige Produktionen verschieben. Ich arbeite gerade an zwei TV Shows, die aufgrund der Reisebestimmungen verlegt wurden. Auch für den geplanten Dreh der Pilotfolge meiner eigenen Talkshow, die ich in Los Angeles produzieren werde, musst ich ein anderes Datum finden.

Unzählige europäische Veranstaltungen auf die ich exklusiv eingeladen wurde, finden nicht statt. Auch wenn sie nicht abgesagt wären, könnte ich ohne 14-tägige Quaratnäne gar nicht nach Europa einreisen.

Die Reisefreiheit bringt alle meine Berufspläne durcheinander. Doch wenn die Grenzen wieder offen sind, werde ich alles mit doppelter Kraft nachholen.

 

Interview: Anna Karolina Heinrich